{"id":890,"date":"2024-12-18T10:45:18","date_gmt":"2024-12-18T10:45:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.creative4life.at\/?page_id=890"},"modified":"2025-01-08T11:15:38","modified_gmt":"2025-01-08T11:15:38","slug":"das-nest-des-gluecks","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.creative4life.at\/en\/das-nest-des-gluecks\/","title":{"rendered":"Das Nest des Gl\u00fccks"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:27% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"771\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.creative4life.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/tqzqny0kbkw-771x1024.jpg\" alt=\"a small bird sitting in the middle of a nest\" class=\"wp-image-861 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.creative4life.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/tqzqny0kbkw-771x1024.jpg 771w, https:\/\/www.creative4life.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/tqzqny0kbkw-226x300.jpg 226w, https:\/\/www.creative4life.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/tqzqny0kbkw-768x1019.jpg 768w, https:\/\/www.creative4life.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/tqzqny0kbkw-9x12.jpg 9w, https:\/\/www.creative4life.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/tqzqny0kbkw-500x664.jpg 500w, https:\/\/www.creative4life.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/tqzqny0kbkw-800x1062.jpg 800w, https:\/\/www.creative4life.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/tqzqny0kbkw.jpg 904w\" sizes=\"auto, (max-width: 771px) 100vw, 771px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Goldenes Nest, Kuckucksnest- gibt es das?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tief in dem dunkelsten Wald des drei Zinnen Gebirges im K\u00f6nigreich Solemna Risus,  dort, direkt neben dem moorigen Teich, wo Hase und Igel sich &#8222;Gute Nacht&#8220; sagen und die Waldgeister ungeniert kichern und sich balgen und die Elfen besonders in warmen, schwarzen N\u00e4chtens lichterreich ihre Tr\u00e4ume tanzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> Dort begab es sich vor langer ,langer Zeit, ich erinnere mich noch, als w\u00e4re es gestern gewesen, dass sich eines Morgens, hoch in den Zweigen eines Laubbaumes ein m\u00e4nnliches Rotkehlchen und ein Rotkehlchenweibchen begegneten. Sie war aus des K\u00f6nigs Garten entwischt, in dem ihr gar schon langweilig geworden war &#8211; tagaus tagein zum Vergn\u00fcgen der Adelsleute und vor allem des K\u00f6nigs zu singen. Und im Wald erblickte sie der dreiste Rotkehlchenmann und ward sogleich, als er sie sah, verz\u00fcckt. Sie tanzten und sangen miteinander, bis es dunkel wurde..und sponnen mit diesem lebendigen Liebesband die Grundlagen f\u00fcr ein sicheres, warmes Nest.<br>Jeden Morgen, wenn es taute, und die ersten Sonnenstrahlen darauf fielen, wandelten sie die strohigen Gr\u00e4ser darin in Gold.<br>Und in diesem Nest fanden sich auch schon im  Mai die ersten Eier.<br><br>Zu etwa der gleichen Zeit flog ein anderes Vogelweibchen hochschwanger durch die Baumwipfel, es war h\u00f6chste Zeit, dass sie irgendwo ein Nest f\u00e4nde, denn sonst w\u00e4re ihre Brut verloren. Ihre Eltern k\u00fcmmerten sich nicht um sie und boten ihr keinen Schutz,auch ihr M\u00e4nnchen unterhielt lieber die edlen, kichernden Damen am Hofe des K\u00f6nigs mit seinem durchdringend, klaren Ruf aus dem Wald.<br>Da erblickte sie heilfroh das g\u00fcldene Nest, und, als niemand herschaute, legte sie ihr Ei zu den anderen und flog wieder davon, in der Hoffnung, dass in diesem Zuhause gut gesorgt w\u00fcrde f\u00fcr ihr Kind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und es sollte sich bewahrheiten, in dem liebevoll gehegtem Nest ward das grosse, gefleckte Ei gut warm gehalten mit dem f\u00fcrsorglichen Elternpaar. Ein mit Liebe gef\u00fclltes Nest, in dem alsbald schon die kleinen Rotkehlcheneier knacksten und sich kahle K\u00f6pfchen den warmen Sonnenstrahlen entgegenr\u00e4kelten.<br>Doch das grosse Ei blieb zu aller Sorge der Eltern geschlossen.<br>Der Rotkehlchenpapa beruhigte seine Frau mit den Worten: &#8222;Gut Ding braucht eben Weile&#8220;..und.. &#8222;Was lange w\u00e4hrt, wird gut&#8220;.. und..sie hatten schon alle Hoffnung verloren und trugen Trauer im Herzen, als, endlich, drei Tage sp\u00e4ter nun auch dieses Kind schl\u00fcpfte.<br><br>Die nun schon etwas weiter entwickelten Geschwisterchen blickten verdutzt auf ihr neues Br\u00fcderchen und ab nun wurde auch mit ihm das Essen geteilt.<br>Prinzipiell war ja genug zu Essen da, nur mussten nun Vater und Mutter l\u00e4nger wegbleiben, um auch diesen, vergleichsweise grossen Schnabel zu f\u00fcllen.<br>Sie taten es gerne, doch, als sie eines windigen Tages von der Futterbeschaffung heimkehrten, erschraken sie.<br><br>Sass doch nur mehr ein Kind in ihrem Nest und sperrte weit den Schnabel auf. Alle anderen Jungv\u00f6gelchen lagen am Waldboden oder im Ge\u00e4st verstreut.<br>Kopfsch\u00fcttelnd und traurig beklagten die liebevollen Eltern ihren Verlust. War es ein R\u00e4uber gewesen, der sich \u00fcber ihr Zuhause hergemacht hat? Aber nein, da w\u00e4ren sie wohl gleich gefressen worden..ward es der Wind, der das Nest ersch\u00fcttert hat? ..all ihre Fragen blieben unbeantwortet und es blieb ihnen auch nicht viel Zeit zur Trauer, da das eine, \u00fcberlebende ihnen dr\u00e4ngend den offenen Schnabel entgegenstreckte.<br><br>So sammelten sie sich und schworen sich, wenigstens dieses Kind nicht mehr aus den Augen zu lassen, ihn gut gen\u00e4hrt und entwickelt auf seinen Lebensweg zu schicken.<br><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gew\u00e4rmt, mal von Mutters oder Vaters dichtem Federkleid, mal von warmen Sonnenstrahlen und mit Sicherheit von Liebe. Dann wieder Stille. Krrracks, knacks.. dann wieder Stille.. und in die Stille eine Spannung und der Druck eines Wesens, das zu gross geworden ist f\u00fcr die zarte Gef\u00fchlsmembran, die ihn sch\u00fctzend umgab. Keine Zeugen, ganz allein und intuiliv- will es leben, so geht es nur in eine Richtung- Implosion der Seele undSprengung aller bisher gekannten Grenzen. Beiseite lassen der Komfortzone zugunsten der eigenen Entwicklung. <br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und- nach dem ersten  Schn\u00e4belchen, sind nun auch weitere Risse und Knacksen zu h\u00f6ren. Bald zeigt sich sich nun auch auch schon ein K\u00f6pfchen, das erst viel zu schwer erscheint, f\u00fcr das H\u00e4lschen, das es st\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit gro\u00dfer Kraft gestemmt, streckt sich nun schon das ein oder andere der Sonne entgegen. <br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie wohlig warm sich nun auch das Nest bew\u00e4hrt, mit gro\u00dfer Sorgfalt und Kunstfertigkeit von g\u00fcldenen Gr\u00e4sern verschachtelt und gewebt .<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie viel Herzblut nun die Tier-Geschwister h\u00e4lt , vermag man nur zu ahnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen Tag sp\u00e4ter, es hing noch frischer Morgentau an den Bl\u00e4ttern, \u00f6ffnete ein Piepmatz nach dem anderen die Augen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>..und erkannten, dass sie zu viert waren..doch was war denn das? Lag da nicht tats\u00e4ch<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Goldenes Nest, Kuckucksnest- gibt es das? Tief in dem dunkelsten Wald des drei Zinnen Gebirges im K\u00f6nigreich Solemna Risus, dort, direkt neben dem moorigen Teich, wo Hase und Igel sich &#8222;Gute Nacht&#8220; sagen und die Waldgeister ungeniert kichern und sich balgen und die Elfen besonders in warmen, schwarzen N\u00e4chtens lichterreich ihre Tr\u00e4ume tanzen. 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